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Das neue retina MacBook

Zugegeben, es ist schon extrem schick und schlank, dieses neue MacBook. Mit 0,9 kg und einer Dicke von nur 13,1 mm schlägt es selbst das neueste MacBook Air mit seiner annähernden Körperlosigkeit. Ausserdem bietet es, im Gegensatz zum MacBook Air, einen hochauflösenden Retina Display. Aber ist es für die täglichen Arbeitsbelastungen mit genügend Power ausgestattet? Und inwiefern können die fehlenden Anschlüsse einem ernsthaften Arbeitseinsatz entgegenstehen? Dieser sehr kompakte Formfaktor macht das MacBook sicher zu einem äußerst portablen Notebook – aber mit einigen Kompromissen.

 

Ein paar technische Daten

Das neue MacBook kommt in nur in einer Größe auf den Markt, mit einem 12-Zoll-Bildschirm. Verglichen mit dem 13-Zoll MacBook Air, das bisher als Goldstandard kompromissloser ultraleichter Notebooks galt, wirkt es fast klein.

 

Display Retina Display
  12" Display (30,5 cm Diagonale) mit LED‑Hintergrund-Beleuchtung und IPS‑Technologie
  Auflösung von 2304 x 1440 Pixeln bei 226 ppi mit Unterstützung für Millionen Farben
  Seitenverhältnis 16:10 
 

Unterstützte skalierte Auflösungen:

  • 1440 x 900
  • 1280 x 800
  • 1024 x 640 

 

Prozessor 1,1 GHz 1,2 GHz
 

1,1 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,4 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache

Optional mit 1,3 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,9 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache.

1,2 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,6 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache

Optional mit 1,3 GHz Dual-Core Intel Core M Prozessor (Turbo Boost bis zu 2,9 GHz) mit 4 MB gemeinsam genutztem L3‑Cache.

 

Arbeitsspeicher 8 GB 1600 MHz LPDDR3-Arbeitsspeicher (On‑Board)

 

Festplattenspeicher 256 GB PCIe‑basierter Flash‑Speicher (On‑Board) 512 GB PCIe‑basierter Flash‑Speicher (On‑Board)

 

 

Der perfekte Laptop für mobile Viel-Schreiber?

Um die Frage zu beantworten, ob das neue MacBook für Sie und Ihre Arbeit gut geeignet ist, müssen Sie sich natürlich überlegen, wie viel sie bereit sind, für ein besonders schönes Notebook, dass in drei Farben erhältlich ist (Gold, Silver und Spacegrau), auszugeben. Und können Sie überhaupt (von Adaptern abgesehen) komplett ohne USB-Anschluss auskommen? Die Krone des perfekten Laptops für Viel-Schreiber kann wohl nun zumindest auf das MacBook übergehen, da es noch leichter ist als das MacBook Air, aber immer noch eine Tastatur in voller Größe hat. Allerdings enthält die neue Maschine eine Reihe von Paradoxien und Auslassungen, die den einen oder anderen irritieren könnten.

Zunächst zum Positiven: Der 12-Zoll-Bildschirm ist ein Retina-Display, was bedeutet, dass er unglaublich scharf und schön ist, mit einer Auflösung von 2304x1440 Pixel. Die alten 13-Zoll-Air hatten noch ein 1440x900-Display. Der Bildschirm des MacBook könnte das ultimative Display für Grafik- und Videobearbeitung zu sein, wäre da nicht der schwache Prozessor. 

Das MacBook ist, verglichen mit dem Air und natürlich Pro, untermotorisiert. Sein Prozessor ist Intels Core M "Broadwell", von dem Apple sagt, es verbinde "Energieeffizienz mit der Leistung, die benötigt wird, um alltägliche Aufgaben zu bewältigen." So bleibt also, indirekt gesagt, das MacBook Air oder Pro für intensive Arbeit, wie zum Beispiel ernsthafte Foto- und Videobearbeitung, vorbehalten. Das MacBook wird gut für gelegentliche oder leichte Bearbeitung von Grafiken oder Filmen geeignet sein, aber seine Leistung wird für Profis niemals ausreichen. Aber dafür ist es auch einfach nicht gemacht worden. 

In den MacBooks kommen die neusten Intel Core M-Prozessoren zum Einsatz. Diese Prozessor-Familie ist in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Preis zwischen Intel Atom- und Intel Core i-Prozessoren angesiedelt. Für die alltäglichen, mobilen Anwendungen wie Mail, Kontakte, Kalender, Surfen und viele Business Apps wird dieser Prozessor mit Sicherheit vollkommen ausreichen. Ausserdem ist er auch sicher flott genug, um das, was Business Anwender am häufigsten tun, nämlich Schreiben, mit Bravour zu meistern.

Was ist wichtig für Personen, die viel auf dem Computer schreiben? Natürlich vor allem die Tastatur, die laut Apple viel stärker auf die tatsächlichen Tasten-Anschläge optimiert ist. 

macbook neu retina 

Neue Tastatur

 

Neue Tastatur MacBook

Apple hat die Tastatur des neuen MacBook so designt, dass beim Tippen kürzere Wege gegangen werden als bei vorherigen Tasten und es ist ein Mechanismus eingebaut, durch den die Tasten nicht mehr so leicht links oder rechts wegklappen, was das Tippen präziser machen soll. Es ist aber anzunehmen, dass diese Schmetterlings-Tasten auch deshalb entwickelt wurden, um überhaupt eine Tastatur in dieses extrem dünne Gehäuse zu bekommen.

Dies und auch der fehlende Rand erinnern fast an das Schreiben auf einem iPad-Bildschirm.

Jede Taste ist mit einem individuellen LED beleuchtet. Die Escape-Taste wurde verlängert und die Funktionstasten verringert. Auch die Pfeiltasten wurden neu gestaltet; die Auf- und Abwärtspfeile sind nur noch halb so hoch, aber die Pfeile links und rechts sind jetzt in voller Größe.

 

Neues Force Touch Trackpad 

Das Force Touch Trackpad benutzt Drucksensoren, die erkennen, wie stark man aufdrückt. Und mit der neuen Taptic Engine hat man ein Klickgefühl, egal wo man auf die Oberfläche drückt. Der Klick ist dabei nur der Anfang, denn das Force Touch Trackpad hat sensorische Fähigkeiten. Sie können damit dem MacBook sagen, was es machen soll, einfach indem mal mehr, mal weniger fest aufgedrückt wird. Damit wird eine Vielzahl von Aktionen in verschiedenen Apps möglich, alles über die gleiche Oberfläche. Im Prinzip verabschiedet sich Apple damit wieder von der "rechten Maustaste", die es sowieso immer nur sehr halbherzig unterstützt hat. Offiziell gab es diese in keinem Apple Produkt, sondern es waren immer Kompromisse mit eine Kombination aus Tastatur-Klick und Maus-Klick oder eben technischer Lösungen wie bei der Magic Maus.

Das neue Trackpad simuliert nicht nur den Klick, sondern gibt dem Nutzer mit der "haptischen Engine" auch spürbare Rückmeldung zu in Software ausgeführten Aktionen. Dies setzt Apple nicht nur zur Simulation des alten Trackpad-Klicks ein: Das Trackpad kann nämlich auch haptische Rückmeldungen zu bestimmten Aktionen in einem gerade verwendeten Programm geben. Zieht man einen Video-Clip in iMovie auf die volle Länge, gibt das Force Touch Trackpad darüber Feedback, erklärt Apple in einem Support-Dokument – tatsächlich lasse sich das Ende des Clips durch eine Art Unebenheit auf dem Trackpad erfühlen. Laut Apple soll der Nutzer beispielsweise auch für die Ausrichthilfen beim Freistellen eine spürbare Rückmeldung erhalten. Wir dürfen gespannt sein, wie Apple und andere Software-Hersteller diese neuen Möglichkeiten in Ihren Programmen einsetzen.

 

Kabellose Verbindungen erhalten den Vorzug - Nur ein (neuer) Anschluss: USB-C

Das neue MacBook legt einen eindeutigen Fokus auf den kabellosen, mobilen Einsatz. Tastatur, Maus und Drucker ebenso wie das Time-Machine-Backup laufen seit langem vollkommen schnurlos. Datenverbindungen per Kabel sollen komplett abgelöst werden, also alles wird per WLAN oder Bluetooth erledigt. Apple möchte darüber hinaus auch Monitore nicht mehr länger via HDMI oder Display-Port mit dem Laptop verbinden, sondern auf Funkverbindungen umsatteln. So empfiehlt Apple beispielsweise Monitore über AirPlay "anzuschließen". Wer sich keine neue Peripherie-Hardware zulegen möchte, kann den Umweg über einen der allerdings teuren Video Adapter gehen. Für USB, Ethernet usw. wird es sich auch ausreichend Adapter geben. Aber das widerspricht eben genau der Philosophie dieses neuen Laptoptyps, alles nur noch leicht und kabellos zu erledigen. Das Ladekabel soll ja auch nur noch manchmal verwendet werden. Die Akkulaufzeit reicht für einen vollen Arbeitstag aus. Immerhin gibt es noch auf der rechten Seite den Kopfhörer-Anschluss. Ohne ihn hätte Apple vielleicht sogar noch ein paar mm in der Höhe sparen können. 

 

Kein MagSafe mehr, das ein vom-Tisch-reissen des MacBooks verhindert?

USB-C wird auch nicht die besonderen Fähigkeiten der bisherigen Stromkabel bei MacBooks besitzen, nämlich dass sie sich sofort lösen, wenn aus Versehen daran gezerrt wird. Dies hat schon so manches MacBook gerettet. Was steckt dahinter? Ganz einfach: Apple möchte gar nicht, dass sie dieses neue MacBook per Kabel angeschlossen stehen haben. Genauso wie sie tagsüber ihr iPhone oder iPad auch nicht ständig per Kabel angeschlossen haben, sondern nachts laden, soll es auch mit diesem neuen MacBook laufen. Tagsüber nutzen Sie es einfach komplett mobil, ohne lästige Kabel und laden es dann regelmäßig bei Nacht auf. Da sollten dann auch keine Unfälle passieren, außer sie haben vielleicht Haustiere die herumwandern...

 

Unterm Strich?

Nun, wie bei jeder Kaufentscheidung, sollten Sie warten, bis Sie das neue MacBook im Geschäft ausprobieren und einen Vergleich bei der Geschwindigkeit mit dem neu aktualisierten MacBook Air anstellen können. Sie müssen auch prüfen, ob der Mangel an Zugangsports einen Unterschied für Sie macht, oder ob Sie nur selten zusätzliche Verbindungen benötigen.

In drei der zentralen Bereiche, die für Mobilität steht, also Maße, Gewicht, größere Kabelunabhängigkeit, hängt das MacBook die MacBook Air-Modelle ab und setzt sich somit an die Spitze der mobilen Wegbegleiter. Lediglich beim Akku hinkt das MacBook dem MacBook Air 13 Zoll um bis zu drei Stunden hinterher, doch kann gleichzeitig dem MacBook Air 11 Zoll problemlos das Wasser reichen.

Bei Apple hat es fast Tradition, dass die erste Version eines neuen Gerätetyps (und dazu kann man dieses neue MacBook auf jeden Fall zählen), immer etwas schwach auf der Brust ist. Normalerweise liefert Apple dann in der nächsten Generation ein fast perfektes Gerät ab, vielleicht mit einem zweiten USB-C Anschluss und für einen günstigeren Preis. 

Als Haupt-Arbeitsgerät würde ich die jetzige Version des neuen MacBooks daher nicht nehmen wollen, aber als mobiles Zusatz-Laptop ist es sicher jetzt schon erste Wahl.

 

Der Preis?

Im Gegensatz zum üblichen Bestellprozess gibt es wirklich nur zwei Versionen des neuen superleichten MacBooks. Sie können keine sog. Built-To-Order (BTO) Versionen, mit eigenen Kombinationen aus Arbeitsspeicher, Festplatten oder Prozessor, bestellen.

Der o.g. Unterschied zwischen Prozessor und Festplattenspeicher macht dann den Unterschied zwischen 1.449,00 € und 1.799,00 € für das neue Retina MacBook aus.

 

 

Fotonachweis: Apple.de

 

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