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Das neue iCloud+ wird vorgestellt - Heute: iCloud Private Relay

13/10/2021

Eine der großen Neuerungen, die Sie durch das Upgrade auf die neuesten Betriebssysteme von Apple (iOS/iPadOS 15 und macOS Monterrey) in diesem Jahr erhalten, ist iCloud+. Wie der Name andeutet, ist es eine Erweiterung Ihres bestehenden iCloud-Kontos mit weiteren wichtigen (Sicherheits-)Funktionen. Jeder, der ein iCloud Konto / eine Apple ID hat, wird diese Woche von Apple eine Email erhalten haben, das sein iCloud-Konto automatisch auf iCloud+ aktualisiert wurde. Neben den aktuell neuen Funktionen wie iCloud Private Relay und „E-Mail-Adresse verbergen“ können Sie iCloud+ nun mit Ihrer Famillie teilen. Heute stellen wir Ihnen die Funktion Private Relay vor, die Sie davor schützen soll, dass andere Ihr Surfverhalten ausspionieren.


iCloud Private Relay

Private Relay ist die hervorzuhebende neue Funktion von iCloud+. Damit wird der gesamte Datenverkehr, der Ihr Gerät verlässt, verschlüsselt und über zwei getrennte Relays gesendet. Apple sagt, dass niemand, nicht einmal Apple, auf diese Daten zugreifen oder sie einsehen kann. Diese Funktion klingt ein wenig wie ein Apple VPN. Ist es aber nicht ganz.

Diese neue Datenschutzfunktion zielt darauf ab, Sie und Ihre Browsing-Aktivitäten weiter von Personen oder Firmen zu trennen, die Daten über Sie verfolgen und sammeln wollen. iCloud Private Relay funktioniert für jeden mit einem iCloud+ Abonnement, der iOS 15, iPadOS 15 oder macOS Monterey verwendet. Wenn es aktiviert ist, schützt es Ihr gesamtes Safari-Browsing, alle DNS-Anfragen und jeglichen unsicheren Webverkehr von anderen Apps.

Wie funktioniert iCloud Private Relay?

Apples iCloud Private Relay funktioniert ähnlich wie ein VPN, indem es Ihren Datenverkehr über andere Server leitet, Ihre IP-Adresse vor den von Ihnen besuchten Websites verbirgt.

Details bei Apples zu iCloud Private Relay

Der Unterschied zu einem VPN darin, dass letzterer in der Regel nur einen Server zwischen Ihnen und der Website setzt, die Sie besuchen. Bei einem VPN nimmt Ihr Datenverkehr den Weg:

Sie <> VPN-Server <> Website.

Private Relay fügt dem Mix einen weiteren Server hinzu, der sicherstellt, dass niemand in der Kette - nicht einmal Apple - das gesamte Bild sehen kann:

Sie <> Apple's Ingress Server <> Content Provider's Egress Server <> Website.

Apple hat ausdrücklich erwähnt, dass die "Ingress Proxy"-Server von Apple betrieben werden, während der "Egress Proxy" (d.h. der Server, der mit den von Ihnen besuchten Websites kommuniziert) nicht von Apple kontrolliert wird, sondern unter der Kontrolle eines "(vertrauenswürdigen) Inhaltsanbieters" steht. Das bedeutet, dass Apple nicht weiß, welche Website(s) Sie besuchen, und dass der Drittanbieter von Inhalten nicht weiß, wer Sie sind.

Es ist ein ziemlich ausgeklügeltes System, das Ähnlichkeiten mit dem Tor-Netzwerk aufweist, das allerdings (mindestens) drei Server zur weiteren Anonymisierung verwendet. Da es bei Private Relay nicht um Anonymität geht, genügen zwei Server, um die Anforderungen an die Privatsphäre vollständig zu erfüllen, und Apple kann die Dinge trotzdem zügig abwickeln (Tor hingegen ist notorisch langsam).

Welcher Datenverkehr ist in iCloud Private Relay enthalten?

Bei einem iCloud+ Benutzer, der iOS 15, iPadOS15 oder macOS Monterey mit aktiviertem Private Relay verwendet, wird der folgende Datenverkehr über Private Relay weitergeleitet:

  • Sämtliches Safari-Browsing
  • Alle DNS-Abfragen
  • Der meiste App-Verkehr zu unsicheren Websites (auch bekannt als TCP Port 80 oder "http:" Verkehr).

Was ist nicht in Private Relay enthalten?

Private Relay wird für alles umgangen, was oben nicht aufgeführt ist, einschließlich:

  • Lokaler Verkehr
  • Private Domains
  • VPNs, Proxies und andere Netzwerkerweiterungen
  • Sicherer "https:"-Verkehr von Ihren Anwendungen.

So schalten Sie iCloud Internet Relay beim iPhone oder iPad ein

Wenn Sie bereits iOS oder iPadOS auf Ihrem iPhone oder iPad installiert haben, gehten Sie in die Einstellungen im Bereich iCloud/Apple ID oben.

 Dort tippen Sie oben auf Ihren Namen/Ihr Bild für den Bereich "Apple-ID, iCloud, Medien&Käufe"

 

Nun können Sie Private Relay aktivieren, indem Sie den Schalter anstellen.

 

Sie erhalten Hinweise, dass es noch im Beta-Stadium ist und es Probleme bei der Erkennung Ihres Standorts geben kann (wenn das bei manchen Apps und Websites benötigt wird.) Nachdem Sie den Schalter für Private-Relay (Beta) auf EIN gesetzt haben, können Sie noch auswählen, wie der Standort bestimmt werden soll.

Wird Private Relay dazu führen, dass Websites denken, ich würde von einem anderen Standort aus surfen?

Wenn Sie ein VPN verwenden, ist es durchaus möglich, dass Websites anhand der IP-Adresse des VPN-Servers Ihren Standort falsch einschätzen. Manchmal ist das sogar der Grund für die Verwendung eines VPNs.

Mit Private Relay bietet Apple seinen Nutzern zwei Optionen: "Ungefähren Standort beibehalten" (die Standardeinstellung) und "Land und Zeitzone verwenden". Wenn Sie die erste Option aktiviert lassen, werden die Egress-Server von Private Relay ihr Bestes tun, um IP-Adressen zu verwenden, die Ihrer allgemeinen Umgebung entsprechen, aber sie werden definitiv keinen genaueren Standort finden.

Apple schlägt vor, dass Apps und Websites explizit den Zugriff auf Ihren Standort anfordern, wobei die Apps CoreLocation verwenden, um den genauen Grad an Granularität zu erhalten, den sie benötigen. Ob Websites dies tun werden oder nicht, bleibt abzuwarten. Einige tun dies bereits, andere noch nicht.

So schalten Sie iCloud Internet Relay beim Mac ein

Da Sie Internet Relay erst auf Ihrem Mac mit macOS Monterrey nutzen können, das erst in den nächsten Wochen veröffentlicht wird, wird diese Information nachgereicht.

 

Wir empfehlen, weiterhin zusätzlich einen VPN - wie unser ClubBenefit VPN Unlimited - einzusetzen

Die Diskussion, ob Private Relay ein vollwertiger VPN ist, erübrigt sich insofern, dass es zwar einerseits einen Schritt weiter geht, indem zwei Tore vorhanden sind, über die der Traffic geht. Andererseits bietet es nicht die üblichen, zusätzlichen Vorteile eines VPN:

  • Auswahl des Landes, über den Sie Ihren Traffic nutzen wollen
  • Spezielle Server, die für Streaming optimiert sind (und vor allem über die Sie dann ausländische Streaming-Dienste nutzen können)
  • Freischalten (ausländischer) gesperrter Webinhalte
  • Umgehung einiger ISP-Restriktionen (dies kann sogar die Geschwindigkeit Ihres regulären Internetzugangs erhöhen!)
  • Torrent-(P2P-)Server
  • uvm.

 

 

 

 

 

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