Mac Business Blog

Bei der Produktpräsenation am 20. April hat Apple nicht nur Updates für seine bewährten Produkte wie iMac, iPad Pro und Apple TV vorgestellt, sondern auch ein ganz neues Produkt: den AirTag. Dabei handelt es sich um ein kleines Zubehör, mit dem Sie verlegte Gegenstände mithilfe der „Wo ist?“-App lokalisieren und somit wiederfinden können. Der AirTag kann beispielsweise an Schlüsseln, Reisegepäck oder Fahrrädern befestigt werden. Wirklich überraschend war die Neuheit jedoch nicht. Gerüchte um entsprechende Pläne für ein solches Produkt gab es schon seit etwa zwei Jahren.

Nie mehr nach dem Schlüssel suchen

Die Idee hinter den AirTags ist einfach: Sie hängen die AirTags an ein anderes Objekt und können dieses über die „Wo ist?“-App auf Ihrem Apple-Gerät jederzeit lokalisieren und finden. Denkbare Einsatzgebiete wären Brillenetuis, Schlüssel, Handtaschen, Rucksäcke, Koffer, aber auch technisches Equipment, das in Ihrem Unternehmen zum Einsatz kommt. Es ist alternativ möglich, ein AirTag ohne Zubehör in eine Tasche oder einen Koffer zu stecken. Das könnte als Diebstahlschutz die sinnvollere Variante sein.

Die AirTags nutzen Bluetooth und das große Netzwerk der „Wo ist?“-App. Sie sind batteriebetrieben. Laut Apple soll eine Batterieladung über ein Jahr lang durchhalten und man kann die Batterie selbst austauschen. Die AirTags sind außerdem wasser- und staubgeschützt, falls sie einmal draußen zum Einsatz kommen. Sie sind aus Edelstahl, haben einen Durchmesser von etwa 3 cm, sind 8 mm dünn und wiegen 11 Gramm. Somit sind sie also leicht an anderen Gegenständen unterzubringen.

Einfache Kopplung mit iPhone und iPad

Sie können Ihre AirTags (ähnlich wie die AirPods) ganz einfach und schnell mit Ihrem iPhone oder iPad koppeln. Sobald Sie ein Airtag in die Nähe eines iPhone oder iPad halten, wird es erkannt und Sie können den Koppelungsvorgang starten.

Anschließend können Sie den AirTags in der „Wo ist?“-App eindeutige Namen zuweisen wie „Büroschlüssel“, „Rucksack Handgepäck“ oder „Sporttasche“.

So nutzen Sie die AirTags

In der „Wo ist?“-App gibt es hierfür einen neuen Tab namens „Objekte“.

Dort können Sie nun den Ort der entsprechenden Gegenstände auf einer Karte sehen, so wie es momentan auch schon von Ihren anderen Apple-Geräten gewohnt sind. Wenn ein mit AirTag versehenes Objekt in Ihrer Nähe ist, kann der AirTag einen Ton abspielen. Das soll die Suche erleichtern, wenn beispielsweise der Schlüssel in einer Schublade steckt oder in eine Sofaritze gerutscht ist.

Dank Apples U1 Chip, der in den AirTags verbaut wurde, können Sie sich mit der „Genauen Suche“ sogar mit Pfeilen auf dem Bildschirm und akustischen sowie haptischen Signalen genau zu den gesuchten Gegenständen lotsen lassen. Diese Funktion ist allerdings dem iPhone 11 und dem iPhone 12 vorbehalten. Alle anderen Funktionen lassen sich auf iOS-Geräten mit iOS 14.5 beziehungsweise iPadOS 14.5 nutzen. Die Lokalisierung ist auch innerhalb der „Wo ist?“-App auf dem Mac möglich.

Im Bereich „Objekte“ sollen sich in Zukunft jedoch nicht nur Gegenstände befinden, die mit einem AirTag versehen sind. Apple gibt die entsprechende Schnittstelle mit der „Wo ist?“-App auch für Drittanbieter von Accessoires frei. Somit können Sie über „Wo ist?“ in Zukunft auch manches Zubehör ganz ohne AirTags orten, wie beispielsweise kompatible Kopfhörer, Fitnessgeräte oder mehr. Die entsprechenden Produkte bekommen dann von Apple eine offizielle „Works with Apple Find My“-Zertifizierung.

Ein aktuelles Beispiel ist das Ebike Van Moof, das ebenfalls mit der "Wo ist?" App gefunden werden kann.

Apple verspricht hohe Privatsphäre für AirTags

Wenn sich ein verlorenes Objekt außerhalb der Reichweite des eigenen iPhones oder iPads befindet (beispielsweise, weil man ihn im Büro, in der S-Bahn oder in einem Café vergessen hat), gibt es die Möglichkeit, das verlorene Objekt dennoch wiederzufinden. Dann springen nämlich die iOS-Geräte anderer Apple-Benutzer*innen ein. Über die lässt sich der verlorene Gegenstand orten. Apple verspricht, dass dieser Prozess komplett ende-zu-ende-verschlüsselt und anonym abläuft, sodass die Privatsphäre aller Beteiligten gewährleistet ist. So kündigte Apple an, dass in den AirTags selbst keine Standortdaten gespeichert werden und Außenstehende den Standort eines AirTags nicht einsehen können. Nicht einmal Apple kennt die Identität oder den Standort der AirTags oder der involvierten Geräte.

Es gibt sogar die Möglichkeit, einen AirTag als „verloren“ zu kennzeichnen, wie das mit vielen Apple-Geräten bereits möglich ist. Dann wird man automatisch benachrichtigt, wenn er irgendwo wieder auftaucht. Wenn man selbst mit seinem iPhone auf einen solchen verlorenen Gegenstand stößt, besteht die Möglichkeit, sich mit der Person, die den Gegenstand vermisst, in Verbindung zu setzen. Die Vision dahinter ist wohl, dass Apple-User*innen sich somit gegenseitig helfen.

Natürlich hat Apple einige Vorkehrungen getroffen, um ungewolltes Tracking zu verhindern. So kann man beispielsweise vom eigenen iPhone gewarnt werden, wenn einem über längere Zeit ein fremdes AirTag folgt, dessen Besitzer*in nicht in der Nähe ist. Dadurch soll vermieden werden, dass die AirTags missbraucht werden, indem man sie anderen Personen heimlich in die Tasche steckt und somit die Person verfolgen kann. Außerdem geben verwaiste AirTags einen Ton von sich, um auf sich aufmerksam zu machen. Man kann ein solches AirTag sogar mit seinem iPhone oder einem anderen NFC-fähigen Gerät deaktivieren.

Bald verfügbar und im Pack günstiger

Ein einzelner AirTag kostet 35 Euro. Eine Batterie ist im Lieferumfang enthalten. Sie können die AirTags kostenlos mit Emojis, Ziffern oder Buchstaben gravieren lassen, ähnlich wie das auch beim Case der AirPods möglich ist. Ein Viererpack liegt bei 119 Euro, sodass Sie hier etwas sparen. Sie können die AirTags bereits auf der offiziellen Apple-Seite vorbestellen. Erhältlich sind dann ab dem 30. April. Im Apple Online Store gibt es bereits einiges Zubehör für die AirTags wie Schlüsselanhänger oder Gepäckanhänger. In den kommenden Monaten werden sicherlich Drittanbieter mit weiteren Ideen dazukommen.

Bildernachweis: Apple.de 

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