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Apple veröffentlich macOS Ventura mit vielen spannenden Neuerungen - trotzdem sollten Sie mit der Installation noch warten

25/10/2022

Wie jeden Herbst bekommt der Mac auch dieses Jahr eine neue Version des Betriebssystems macOS. Nach Monterey (macOS 12) kommt jetzt Ventura (macOS 13), benannt nach einem bekannten Ort an der kalifornischen Küste. macOS Ventura bringt viele neue Funktionen, darunter den umstrittene Stage Manager, Kamera-Übergabe zur Verwendung Ihres iPhone als Webcam, geteilte iCloud Fotomediathek und vieles mehr. Wie immer bei großen macOS-Updates, empfehlen wir bis zur Version macOS 13.1 zu warten – zumindest auf den Macs, die für Ihre tägliche Arbeit unverzichtbar sind.


Stage Manager soll das Multitasking verbessern

Eine der größten Neuerungen von macOS Ventura (und auch iPadOS 16) ist ein neues Feature, dass Apple „Stage Manager“ getauft hat. Mit dem Stage Manager möchte Apple das Multitasking und Fenstermanagement vereinfachen. So können Sie Apps und Fenster gruppieren und noch einfacher zwischen ihnen hin- und herwechseln. Bisher war vieles davon mit Schreibtischen („Spaces“), Mission Control oder über Drittanbieter-Tools auch schon möglich.

Die Oberfläche des Stage Manager ist noch gewöhnungsbedürftig und vielleicht nicht jedermanns Sache. Vor allem auf das iPad hat die neue Funktion die Benutzer:innen bisher noch nicht überzeugt und kommt in den ersten Rezensionen nicht gut weg. Hier hat Apple also sicherlich noch Verbesserungspotenzial.

Sie können den Stage Manager ja einmal ausprobieren, nachdem Sie macOS Ventura installiert haben. Wenn er Ihnen nicht zusagt, können Sie ihn einfach deaktivieren.

Die geteilte iCloud Foto­mediathek erlaubt gemeinsamen Zugriff auf Fotos

Die geteilte iCloud-Fotomediathek war eine weitere Neuheit, die auf der WWDC 2022 angekündigt wurde. Diese Funktion ermöglicht Ihnen, über iCloud eine zweite Fotosammlung anzulegen und diese mit Familienmitgliedern oder Freund:innen zu teilen. Sie können andere Menschen dazu einladen, die Fotos anzuschauen, als Favorit zu markieren, zu löschen, zu beschriften oder sogar eigene Fotos hinzuzufügen, zum Beispiel nach einem gemeinsamen Urlaub oder der Arbeit an einem Projekt. Einer solchen geteilten Fotomediathek können bis zu sechs Personen (man selbst mitgerechnet) angehören. Sie können dabei jedoch immer nur einer geteilten Fotomediathek angehören.

Damit haben Sie in Zukunft maximal zwei verschiedene Fotomediatheken bei Apple: eine eigene und eine geteilte. Laut Apple soll es einfach möglich, in der Ansicht zwischen diesen beiden zu wechseln.

Optional können Sie Bilder direkt aus der Kamera-App in einer Fotomediathek teilen.

Sie haben drei Möglichkeiten, um Fotos aus Ihrer Fotomediathek in Ihre geteilte Fotomediathek zu überführen:

  • pauschal alle Fotos hinzufügen
  • anhand der abgebildeten Personen oder des Datums
  • manuell die Fotos einzeln auswählen

Verwenden Sie Ihr iPhone als Mac-Webcam

Eine besonders spannende Neuerung ist, dass Sie in macOS Ventura Ihr iPhone jetzt als Webcam und Mikrofon bei Videokonferenzen nutzen können. Apps wie FaceTime, Zoom oder Google Hangout sind in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags geworden.

Diese Neuerung, die Apple „Continuity Camera“ nennt, ist vor allem für diejenigen interessant, die:

  • ein älteres Mac-Modell mit einer nicht hochauflösenden Kamera haben. Gerade die neuen iPhone-Modelle haben oft deutlich bessere HD-Kameras mit schärferem Bild.
  • einen Mac ohne Kamera haben (zum Beispiel einen Mac mini)
  • an einem externen Monitor ohne Kamera arbeiten.
  • über das iPhone auf einem Stativ eine andere Perspektive bei der Aufnahme erreichen wollen

Da Sie Ihr iPhone bereits haben, sparen Sie also die Kosten für eine separate Webcam. Bisher mussten Sie hierfür auf Drittanbieter-Apps zurückgreifen, jetzt müssen Sie nicht einmal eine App installieren, weil alles bereits in macOS Ventura integriert ist.

Voraussetzung, um das neue Feature zu nutzen, ist, dass auf Ihrem iPhone mindestens iOS 16 läuft. Außerdem benötigen Sie noch eine Halterung, um das iPhone an Ihrem Monitor anzubringen, ein Stativ oder eine ähnliche Vorrichtung. Hierfür gibt es bereits erste Lösungen im Apple Online Store und bei anderen Anbietern.

Die genauen Schritte, um von der Mac-Kamera auf die iPhone-Kamera zu wechseln, können je nach App variieren. In der Regel sollten Sie jedoch die entsprechende Stelle schnell in den Kameraeinstellungen finden.

Spotlight wird noch hilfreicher

Spotlight ist ein mächtiges Tool, mit dem Sie Ihren Mac nach Dateien durchsuchen können oder ganz einfach Apps starten können. In macOS Ventura wird Spotlight sogar noch praktischer und vielseitiger. So können Sie jetzt beispielsweise wie im Finder die Übersicht-Funktion (auch als „Quick Look“ bekannt) schon in Spotlight nutzen.

Das ist noch nicht alles: Spotlight kann jetzt sogar Kurzbefehle entgegennehmen. So können Sie beispielsweise direkt über Spotlight einen Timer starten. Zudem wird die Suchfunktion verbessert, indem Sie jetzt noch einfacher nach Bildern, Kontakten und mehr suchen können.

Mit den neuen Funktionen wird Spotlight zu einem attraktiven Tool, das weit mehr zu bieten hat als nur eine einfache Suchfunktion. Wenn Sie bisher Drittanbieter-Apps wie Alfred oder Launchbar benutzt haben, sollten Sie Spotlight in macOS Ventura noch einmal eine Chance geben.

Die Uhr-App und die Wetter-App kommen endlich auf den Mac

Eine praktische iOS- und iPadOS-App, die viele Mac-Benutzer*innen bisher vermisst hatten, ist Apples eigene Uhr-App. Das ändert sich jetzt endlich, da auch macOS seine Uhr-App bekommt. Diese bietet mehr als nur die Anzeige der aktuellen Zeit, was Ihr Mac ohnehin schon tut. Sie können damit noch mehr tun, zum Beispiel:

Auch Apples Wetter-App kommt mit Ventura endlich in macOS.

Jetzt können Sie auch auf dem Mac gesendete Nachrichten rückgängig machen oder bearbeiten

Wenn Sie ein iPhone mit iOS 16 haben, können Sie bereits eine neue Funktion nutzen: das Rückgängigmachen oder Bearbeiten bereits versendeter Nachrichten. Das kann einem viele Peinlichkeiten ersparen, etwa wenn Sie einen Tippfehler in einer wichtigen Nachricht haben, eine Nachricht an die falsche Person gesendet haben oder sich im Ton vergriffen haben und es direkt nach dem Abschicken bereuen.

Nach iOS 16 und iPadOS 16.1 bringt auch macOS Ventura dieses Feature, sodas Sie es auch auf dem Mac senden können. Die Person sieht, dass Sie die Nachricht gelöscht haben, sieht aber die Nachricht nicht. Das geht ganz einfach mit einem rechten Mausklick auf die gesendete Nachricht und einem Klick auf Senden widerrufen.

Allerdings sollten Sie folgende Einschränkungen berücksichtigen:

  • Die Person, an die Sie die Nachricht schicken, muss ebenfalls iOS 16, iPadOS 16 oder macOS Ventura nutzen. Ansonsten kann sie die Nachricht lesen.
  • Sie können eine Nachricht nur für eine bestimmte Zeit nach dem Versenden zurückholen. Standardmäßig sind das 2 Minuten.
  • Das Feature funktioniert nur bei iMessages (den blauen Textnachrichten)

Manchmal reicht es, die entsprechende Nachricht zu bearbeiten, beispielsweise einen Tippfehler auszubessern. Auch das können Sie jetzt nicht nur auf dem iPhone in iOS 16, sondern auch auf dem Mac in macOS Ventura. Der Ablauf ist gleich: Sie führen einen Rechtsklick auf die Nachricht aus und wählen dann Bearbeiten.

Auch hier gibt es Einschränkungen:

  • Die Person, an die Sie die Nachricht schicken, muss ebenfalls iOS 16, iPadOS 16 oder macOS Ventura nutzen.
  • Sie können eine Nachricht bis zu 5-mal innerhalb von 15 Minuten bearbeiten. Die andere Person kann ein Änderungsprotokoll einsehen, wo auch frühere Versionen der Nachricht zu sehen sind.
  • Das Feature funktioniert nur bei iMessages (den blauen Textnachrichten)

Neuheiten in Mail: E-Mail zu einem bestimmten Zeitpunkt geplant senden und gesendete E-Mails zurückholen

Auch bei E-Mails gibt es in macOS Ventura die Möglichkeit, eine bereits versendete E-Mail zu widerrufen, etwa wenn man direkt nach dem Versand noch einen peinlich Schreibfehler entdeckt. Hierfür gibt es einen Button am linken unteren Rand der Mail-App. Sie können eine Mail auch über Bearbeiten – Widerrufen zurückholen. Standardmäßig haben Sie dazu nur 10 Sekunden Zeit. Sie können aber in den Einstellungen einen anderen Zeitpunkt festlegen.

Manchmal ist es extrem hilfreich, eine E-Mail zu einem bestimmen Zeitpunkt zu versenden, um so sicherzustellen, dass Sie bei der anderen Person genau zum passenden Zeitpunkt ankommt. Damit können Sie beispielsweise ein Angebot genau dann schicken, wenn die Person, an die das Angebot gerichtet ist, ihren Arbeitstag beginnt. Damit Sie dafür nicht am Computer sitzen müssen, hatten verschiedene Mail-Apps von Drittanbietern wie Spark bereits ein Feature, den Versand von E-Mails zu planen.

2022 kommt dieses Feature endlich auf allen Plattformen auf Apple-Geräte und damit auch auf den Mac. In iOS 16 war diese Funktion bereits zu finden, jetzt sind iPadOS und macOS an der Reihe.

So funktioniert es:

Nach dem Verfassen der E-Mail tippen Sie einfach auf das kleine Dropdown-Menü neben Senden. Nun können Sie eine der voreingestellten Optionen wählen oder einen eigenen Zeitpunkt einstellen. Die Mail wird dann in neues, separates Postfach namens „Später senden“ verschoben.

Damit die Mail dann wirklich zum geplanten Zeitpunkt gesendet wird, muss Ihr Mac zu dem Zeitpunkt angeschaltet sein.

Ein weiteres Feature, das bereits in iOS 16 enthalten war, ist die Erinnerung an eine Mail. Damit können Sie eine E-Mail, die nicht dringend ist, vorübergehend zurückstellen und sich zu einem späteren Zeitpunkt daran erinnern lassen, die Mail zu bearbeiten. Sie können zwischen verschiedenen Zeiträumen wählen oder einen ganz eigenen wählen – zum Beispiel „Freitag, 20 Uhr“. In der Seitenleiste gibt es dafür jetzt eine neue Kategorie für diese Mails.

Zuletzt hat Apple – wie auch in iOS und iPadOS – die Suche in seiner Mail-App verfeinert, sodass Sie in Zukunft noch schneller genau die E-Mail finden, die Sie suchen. Bei sehr großen Postfächern kann das viel wertvolle Zeit sparen.

Die Systemeinstellungen haben jetzt eine Seitenleiste

Die Systemeinstellungen sind der Ausgangspunkt für viele Aktionen, mit denen Sie die Arbeit auf Ihrem Mac noch produktiver gestalten können. In macOS folgt Apple dem Trend, das Look&Feel von macOS noch stärker an das von iOS und iPadOS anzugleichen. Nach den App-Symbolen sind nun die Systemeinstellungen dran.

Bisher waren die Systemeinstellungen von Icons geprägt, die die verschiedenen Bereiche repräsentieren. Diese sind jetzt einer Seitenleiste gewichen, die mehr an die Einstellungen in iPadOS erinnern.

Einige Einstellungen befinden sich an vertrauten Orten, während andere an neuen Orten und unter neuen Namen zu finden sind, was uns alle auf Trab hält.

Arbeiten mit der Fokus-Funktion noch produktiver

Eine weitere bereits aus iOS 16 bekannte Neuerung ist der Fokus-Modus, der im Vergleich zur Vorgängerversion einige neue Features dazugewonnen hat. Fokus ist seit 2021 ohnehin schon ein Tool, das die Arbeit auf Ihrem Mac erleichtert. Mit macOS Ventura kommen jetzt Verbesserungen dazu, mit denen Sie noch produktiver arbeiten können. Dazu zählen etwa Fokusfilter in Mail, Kalender, Safari und weiteren Apps.

Weitere Verbesserungen

Zu den genannten Updates kommen noch verschiedene Verbesserungen, die größtenteils auf allen Apple-Geräten in den neuen Betriebssystemen enthalten sind. Dazu zählen etwa neue Funktionen in der Erinnerungen-App, für Notizen oder auch für die Diktierfunktion. Die besonders spannende Funktion aus iOS 16, beim Diktieren nahtlos zwischen zwischen Sprechen und Tippen zu wechseln, hat es vorerst jedoch wohl leider nicht in macOS Ventura geschafft.

Eine offizielle vollständige Liste aller Updates von macOS 13 Ventura gibt es wie immer bei Apple.

Auf diesen Macs läuft Ventura

Wie immer wird es einige Benutzer:innen, die nicht auf Ventura umsteigen können, weil es von ihrem Gerät nicht mehr unterstützt wird. Hier sehen Sie alle Mac-Modelle, die mit macOS Ventura kompatibel sind:

  • MacBook 12 Zoll (2017)
  • MacBook Air (2018) und neuer
  • MacBook Pro (2017) und neuer
  • Mac mini (2018) und neuer
  • iMac (2017) und neuer
  • iMac Pro (alle Modelle)
  • Mac Pro (2019) und neuer
  • Mac Studio (alle Modelle)

Bestimmte Features laufen möglicherweise nur auf neueren Geräten, zum Beispiel nur auf Macs mit M1-Chip. Es kann also sein, dass Sie zwar macOS Ventura installieren können, aber auf einige Funktionen verzichten müssen.

Wenn Sie ein älteres Modell haben, können Sie weiterhin macOS Monterey nutzen. Apple wird noch für einen bestimmten Zeitraum weiterhin regelmäßige Updates für Monterey herausbringen. Diese dürften zwar keine großen neuen Funktionen mehr bringen, aber zumindest kritische Sicherheitslücken schließen und Bugs eliminieren.

Welches Modell Sie haben, können Sie einfach im Apple-Menü – Über diesen Mac nachschlagen.

Diese Funktion ist übrigens in Ventura ebenfalls in die Systemeinstellungen gewandert.


Einige Funktionen sind möglicherweise

  • nicht in allen Ländern oder Regionen oder
  • auf allen Apple-Geräten verfügbar und
  • benötigen eine Apple-ID.

Einzelheiten zu den Sicherheitsaspekten dieses Updates

Bevor Sie Ihren Mac aktualisieren, vergessen Sie nicht, alle Ihre Daten zu sichern. Einzelheiten zum Sicherheitsinhalt dieser Updates finden Sie unter Apple-Sicherheitsupdates.

So aktualisieren Sie Ihr macOS

Damit alles beim Update glatt läuft, finden Sie in Connect die nötigen Schritte.

Übersicht aller macOS Updates

Wenn Sie wissen möchten, welche Aktualisierungen in vorherigen Updates vorgenommen wurden, finden Sie in Connect eine Liste mit Links zu jeweiligen Update Informationen:

 

Viel Spaß mit der neuen Version!


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