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Sicherheit und Passwörter

Sind noch Time Machine Backups nötig, wenn alles in der Cloud gespeichert wird?

Kurze Antwort: Ja. Für die längere Antwort, bitte weiterlesen…


Was ist überhaupt alles „Cloud“?

Um die Frage zu beantworten, warum Sie auch weiterhin Time Machine Backups durchführen sollten, auch wenn inzwischen wirklich sehr viel in Cloud-Speichern liegt, ist es wichtig zu wissen, was alles „Cloud“ ist.

Dazu gehören z.B. E-Mails, Dateien in Cloud-Diensten, 1Password-Daten, Evernote-Informationen, OmniFocus-Daten uvm.

Das bedeutet, dass Sie in den meisten Fällen all diese Datenbereiche einmal auf Ihrem Mac und einmal auf dem jeweiligen Server haben - ein Backup ist also vorhanden. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie diese Cloud-Dienste auch nutzen. Falls nicht, ist ein rigoroses Backup-Regime absolut erforderlich.

Die folgenden Gründe sprechen aber weiterhin dafür, trotz Cloud-Nutzung, zusätzlich ein Time Machine Backup durchzuführen.

Nicht alles ist in einem Cloud-Speicher

Auch wenn Sie Cloud-Dienste umfangreich nutzen: Es sind eben nur „fast“ alle Daten noch einmal woanders gesichert.

Wenn Sie z.B. weder Dropbox noch iCloud Drive für die Speicherung ihrer „normalen“ Dokumente nutzen, wären diese ohne ein Backup verloren.

Komplette Wiederherstellung ist einfacher

Ein weiterer, wichtiger Aspekt, auch wenn Sie mehr oder weniger alles in Cloud-Speichern abgelegt haben: Es ist nicht ein komplettes Ganzes Ihres Festplatten-Inhalts. Es sind einzelne Silos, die Sie bei einem neuen Aufsetzen eines Mac umständlich zusammentragen müssten.

Die komplette Wiederherstellung des letzten Stands eines Mac ist mit Time Machine viel einfacher.

Nachdem alles auf dem Mac übertragen wurde, können Sie genau dort weiterarbeiten, wo Sie vorher aufgehört haben.

Installierte Programme sind nicht in der Cloud

Dies ist besonders wichtig als Ergänzung zum vorherigen Punkt. Überlegen Sie, wie lange es dauern würde, wieder alle Programme zu installieren, die Sie auf Ihrem Mac vorher hatten. Oft weiss man ad hoc auch gar nicht, welche das waren. Im Time Machine Backup sind diese Informationen alle vorhanden.

Wiederherstellung einzelner Objekte ist einfacher

Auch die Wiederherstellung einzelner Objekte (Dateien, Mails) ist mit Hilfe von Time Machine einfacher und schneller. Stellen Sie sich vor, Sie haben in 2 Stunden eine Präsentation und merken, dass Sie eine wichtige Grafik in der Keynote Datei gelöscht haben.

Wenn Sie dem Rat folgen, die Time Machine Festplatte immer am Mac angeschlossen zu haben, können Sie auch Dateien oder Mails retten, die Sie erst vor einer Stunde gelöscht haben. Das ist eine der wirklich besten und am wenigsten bekannten Funktionen von Time Machine.

Da Time Machine Änderungen jede Stunde dem Backup inkrementell hinzufügt, können Sie eine Datei wiederholen, die Sie aus Versehen geändert oder gelöscht haben.

Nicht alle Daten werden komplett gespiegelt

Viele Cloudspeicher optimieren die Speicherung der Daten lokal/auf dem Server, um vor allem Speicherplatz auf dem Computer zu sparen. Dies ist an sich auch eine gute Idee, denn so können Sie die meist wesentlich größeren Speicherplätze in Cloudspeichern ausnutzen, ohne den Platz auf Ihrem Mac zu sprengen. Bei iPhone und iPad ist dieses Verhalten sowieso schon immer der Standard.

Gerade iCloud Drive ist bei diesem Abgleich sehr dynamisch und man kann nie sicher sein, wann eine Datei auch lokal auf dem Mac liegt. Sowohl bei iCloud Drive als auch bei Dropbox können Sie aber jeder Datei oder jedem Ordner „befehlen“ auch lokal gespeichert zu werden.

Bei Dropbox lässt sich die sog. Smart Sync Funktion an- und ausschalten.

 


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