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Wissensmanagement

iTunes U mausert sich zur virtuellen Lernumgebung

iTunes U

"U" steht für "Universität" und mit dem neusten Upgrade zur Version 2.0, das auf iOS ab Version 7 läuft, mausert sich die Anwendung zur virtuellen Lernumgebung. Während das alte iTunes U im Grunde eine Spartenanwendung für Podcasts war, ist mit der Version 2.0 viel mehr möglich und macht damit etablierten Anwendungen wie Moodle und Blackboard Konkurrenz.


Mit der für Apple typischen Benutzerfreundlichkeit können Lehrer aber auch z.B. Trainer und Berater Materialien zur Verfügung stellen, Schüler und Kunden können diese bearbeiten, untereinander diskutieren oder Fragen an den Dozenten stellen. Dabei knüpft Apple gleich an zwei erfolgreiche Traditionen an: Mit iTunes hat Apple damals als erster Anbieter bewiesen, wie tiefgreifend man einen Markt aufmischen kann, wenn die traditionellen Anbieter zu verknöchert in ihren Geschäfts- und Vertriebsmodellen sind, um den technischen Wandel als Chance zu erkennen. Gleichzeitig hat Apple – besonders in den USA – sich vor allem im Bereich Bildung und an den Universitäten stark behaupten können. Die tiefgreifende Überarbeitung, die man iTunes U gegönnt hat, zeigt, dass Apple das Engagement im Bildungsbereich nicht als Kapitel der Vergangenheit, sondern als weiterhin wichtigen Zukunftsmarkt begreift.

 

Lebendige Diskussionen

  • Mit dem neuen iTunes U wird es für Schüler und Studenten noch einfacher, an privaten Kursen teilzunehmen, um Fragen zu Kursmaterial oder bestimmten Posts und Aufgaben zu stellen. 
  • Andere Kursteilnehmer können sich in die Diskussion einschalten und weitere Fragen stellen oder Antworten geben.
  • Dozenten und Studenten können sich jederzeit mittels Push-Benachrichtigungen über den Stand einer laufenden Diskussion informieren.

 

Erstellen von Kursen auf dem iPad

  • Lehrkräfte können ihre Kurse mit der iTunes U-App jetzt auf ihrem iPad erstellen und aktualisieren – der Einstieg ist schnell, einfach und völlig kostenfrei.
  • Stellen Sie jedem Kursteilnehmer eine Kursgliederung zur Verfügung, schreiben Sie Posts, verteilen Sie Aufgaben, laden Sie Unterrichtsmaterialien hoch, führen Sie Teilnehmerlisten und vieles mehr.
  • Nutzen Sie die eingebaute Kamera des iPad, um schnell und einfach Fotos oder Videos aufzunehmen und diese für Kursaufgaben hochzuladen.
  • Erstellen Sie Materialien mit Pages, Numbers und Keynote – oder anderen Apps aus dem App Store – und fügen Sie diese zu Ihren Kursen hinzu, indem Sie innerhalb der einzelnen Apps die Option „In iTunes U öffnen“ nutzen.
  • Lehrkräfte, die für qualifizierte Institutionen arbeiten, können eigene Kurse im iTunes U-Katalog veröffentlichen und allen gratis zur Verfügung stellen.

 

 

Erfreulich ist, dass iTunes U das virtuelle Lernen damit aus den Elfenbeintürmen befreit und für viele Nutzer zugänglicher macht, die so lebenslang und ortsungebunden lernend von Bildungsangeboten profitieren können. Aber auch etablierte Anbieter wie Universitäten und Schulen könnten von diesen Möglichkeiten profitieren. Sehr häufig scheitert dies in Deutschland noch am Geld. Allerdings kommt es auch hier oft mehr auf die Verknöcherung in den Köpfen an, denn statt eines – vergleichsweise teuren – Smartboards könnte man durchaus den Ankauf eines Klassensatzes von iPads erwägen.

 

Die iTunes U App kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

 

 


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